Jahreshauptversammlung 2016

 

Größte Herausforderung: Ehrenämter besetzen

TSV Jahreshauptversammlung zeigt Problematik der kommenden Jahre

Die Tagesordnungspunkte auf Jahreshauptversammlungen werden meist routinemäßig abgehandelt und gleichen oft schönen Reden und Lobhudeleien. In Schrozberg war es diesmal anders. Bei der Versammlung wurde auch Tacheles geredet.

 

Günther Sausele

 

Auch in einem Verein wie dem TSV Schrozberg ist es keine Selbstverständlichkeit, dass immer alle Ehrenämter besetzt sind. Die Suche geht vom Personal im Vereinsheim, über die Funktionen im Förder- und Hauptverein,  bis hin zu Übungsleiterinnen und Übungsleitern in den einzelnen Abteilungen. Steffen Zobel, 1. Vorsitzender des Vereins, machte in seinem Bericht deutlich, wie schwierig es ist, alle Ämter zu besetzen. Hannelore Dümmler, bis dato 1. Vorsitzende des Fördervereins und an diesem Abend verhindert, lies verkünden, dass auch der Förderverein Personalsorgen hat. Sie selbst stellt ihr Amt zur Verfügung, macht aber weiterhin die Buchführung.  Die jahrzehntelangen fleißigen Akteure in Küche und Haus, Hannelore Haag, Elfriede und Fritz Chromik, wurden in den wohlverdienten  „Vereinsruhestand“ verabschiedet. Wenn alle Mitglieder auch nur ein paar Stunden ihrer Freizeit in den TSV einbringen, ist dem Sportverein viel geholfen. Der Appell der seitherigen Fördervereinsvorsitzenden war eindringlich und deutlich. Stattdessen muss immer wieder festgestellt werden, dass Eltern ihre Kinder nur abliefern, sich aber wenig Gedanken darüber machen, welch enormen Anstrengungen nötig sind, um den größten Verein im Stadtgebiet über Wasser zu halten. Über ein Pflichtstundenprogramm wird nachgedacht.

 

Freilich durfte auch über positive Dinge berichtet werden. Die Vereinskasse ist solide gefüllt und gut geführt. Dafür zeichnet seit Jahren Birgit Lang verantwortlich. Gerhard Haag konnte dies als Kassenprüfer einmal mehr bestätigen. Steffen Zobel freute sich über ein erneut erfolgreich veranstaltetes Jacobifest, wenn auch hier, insbesondere der Zeltabbau, recht schleppend und nicht zufriedenstellend ablief. Eine Kinderweihnachtsfeier mit 400 Gästen und die Fußball-Hallenturniere aller Altersklassen gehören zu den jährlichen Highlights im Verein. Die Skiausfahrt, diesmal ins Montafon, sowie der Weiberfasching und die DJ-Party stehen ebenfalls hoch im Kurs. Der TSV-Vorsitzende berichtete von der Schwierigkeit, Flüchtlinge ins Sport- und Vereinsleben zu integrieren und von einer Arbeitssitzung aller Verantwortlichen, in der es ausschließlich um zukünftige Belange des Vereins ging. Worte des Dankes gingen an Herrn Izsak, den noch amtierenden Schrozberger Bürgermeister. Auch als TSV-Mitglied wird er immer willkommen und ein guter Ratgeber für den größten Verein im Stadtgebiet sein. Alle Amtsträger im TSV wurden entlastet. Bei den Wahlen durften sich Birgit Lang (Finanzreferentin), Winfried Stahl (Kassenprüfer), Hermann Weigel und Heinz Bauer (Vereinsrat) über ihre Bestätigung oder Neuwahl freuen.

In den Abteilungen läuft zumindest nach außen hin vieles rund, wenngleich auch hier mehr Unterstützung seitens der Mitglieder notwendig wäre. Es kommt vor, dass Kinder und Jugendliche im Verein keine Anlaufstelle haben, nur weil Übungsleiter(innen) fehlen. Rainer Danzer (Badminton), Simone Hörner (Turnen) und Christine Gierke (Tanzen) können hier ein Lied davon singen. Die Abteilung Leichtathletik unter der Führung von Matthias Himmelein ist sehr aktiv und stellt auch auf Kreis- und Landesebene ihre Spitzenleute (z. B. Florian Bauer im Dreisprung). Die aktiven Fußballer unter der Leitung von Thorsten Haag und Patrick Mühlenstedt sind mit dem Erreichten in der vergangenen Saison nicht zufrieden und für Mathias Markert führt der Weg bei der Fußballjugend oft nur über Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen. Thomas Sternhuber (Tischtennis) freut sich über Erfolge im Pokal, während beim Volleyball (Steffen Kammleiter) und Taekwondo (Lilo Brunner) der Spaß und die positive Stimmung im Vordergrund stehen. Tennis (Günther Sausele) stellt zwei Mannschaften im Spielbetrieb, wobei die Herren 55 bereits in der Oberligastaffel angekommen sind. Auch für die Senioren Ü 55 wird beim TSV ein Sportprogramm angeboten. Rolf Müllers Gesamtjugend erfährt bei vielen Aktivitäten das Jahr über große Ressonanz und ist gleichzeitig abteilungsübergreifendes Bindeglied für die Jugendlichen.

Manfred Kreisel (2. Vorsitzender) hatte die angenehme Pflicht, die Ehrungen durchzuführen. Eine langjährige treue Mitgliedschaft ist für den Verein wichtig und schön. Doch die Bereitschaft, aktiv mitzuwirken, sollte bei allen Mitgliedern im Vordergrund stehen. Beim TSV kann jeder „unterkommen“. Demnächst wird sogar eine Zivildienststelle ausgeschrieben.

 

50 Jahre Mitgliedschaft:

Ludwig Friedrich, Klaus Rössler

40 Jahre Mitgliedschaft:

Marco Bacelj, Rosa-Maria Brasch, Dieter Brümmer, Hannelore Brümmer, Pedro Coehlo, Michael Fleck, Ulrich Hildner, Brigitte Kammleiter, Hannelore Klöpfer, Carmen Klosss, Jochen Krauß, Birgit Lang, Waltraud Osswald, Helga Saffert, Hermann Stirnkorb.

30 Jahre Mitgliedschaft:

Harald Grübel, Klemens Izsak, Wolfgang Jung, Steffen Kammleiter, Silke Meider, Alexander Neidlein, Nicole Trumpp.

20 Jahre aktive Vereinstreue:

Jan Ackermann, Karl-Heinz Schober.

15 Jahre aktive Vereinstreue:

Brigitte Hildner, Thomas Sternhuber, Thorsten Arbanas, Christian Wagner, Christian Ley, Karl-Heinz Ley, Stephanie Klamann, Simone Hörner, Matthias Himmelein, Betina Wolf, Christina Dümmler, Christian Ehrmann, Thorsten Haag, Stephan Schilpp.

10 Jahre aktive Vereinstreue:

Kurt Schweikert