Generalversammlung 2011

Andrang auf Führungsämter hält sich in Grenzen

Größter Verein im Stadtgebiet zieht Jahresbilanz

Beim TSV Schrozberg ist es wie bei (fast) allen Vereinen. Das Besetzen der Führungsämter bereitet Probleme. Einige wichtige Positionen konnten bei der Jahreshauptversammlung nicht besetzt werden.

Thomas Kammleiter, 1. Vorsitzender des TSV Schrozbergs, fühlt sich etwas allein gelassen. Die Posten des 2. und 3. Vorstandes konnten nicht besetzt werden. Hans Himmelein und Reiner Marschik gehörten dem Führungsdreigestirn viele Jahre an. Jetzt gaben sie aus verschiedenen Gründen ihre Ämter ab. Eine intensive Suche nach adäquaten Nachfolgern blieb erfolglos. Thomas Kammleiter hob in seiner Ansprache die wichtige Position des Vereins in der Gesellschaft hervor und bedankte sich bei allen Amtsträgern für die geleistete Arbeit, ganz besonders aber bei Finanzreferentin Birgit Lang. Ohne die „Frau für die Zahlen" wäre der TSV nicht lebensfähig, so der 1. Vorstand über seine aus dem TSV-Führungsgremium nicht mehr wegzudenkende Mitstreiterin. Mit Heinz Bauer konnte der frei werdende Posten im Vereinsausschuss wieder besetzt werden. Kammleiter wünscht sich, dass sich mehr Menschen in den TSV einbringen und mithelfen, die gewaltigen Aufgaben zu stemmen, anstatt von außen wenig konstruktive Kritik zu üben.

Der TSV Schrozberg kann seine Ausgaben nicht ausschließlich über Mitgliedsbeiträge abdecken. Ganz wichtig war bisher die Ausrichtung des Jacobifestes im Wechsel mit dem Musikverein. Doch auch hier zeigen sich Abnutzungserscheinungen. Der zeitliche Aufwand und der zu erwartende Ertrag stehen immer mehr im Widerspruch zueinander. Es müssen neue Ideen eingebracht und in die Tat umgesetzt werden. Bürgermeister Izsak zeigte sich bei seinem Grußwort für neue Wege aufgeschlossen. In seiner ihm eigenen unkomplizierten und optimistischen Art sagte er der Versammlung seine Unterstützung zu. Der TSV hat mit dem Bürgermeister nicht nur ein Vereinsmitglied, sondern einen Gönner, der die wichtigen Aufgaben des Vereins im Stadtgebiet angemessen würdigt und unterstützt.

Birgit Lang musste einmal mehr über rückläufige Einkünfte und höhere Ausgaben berichten. Diesem Spagat muss dringend Einhalt geboten werden. Die Tatsche, dass der TSV Schrozberg über ein stattliches Anlagevermögen verfügt und schuldenfrei ist, mag beruhigen. Trotzdem sind die mahnenden Worte der Finanzreferentin nicht „Jammern auf hohem Niveau", sondern durchaus berechtigt und der finanziellen Situation angemessen. Hartwig Fischer gab nach drei Jahrzehnten das Amt des Kassenprüfers an Gerhard Haag ab. Als Dank für seine Verdienste beim TSV wurde Fischer in den erlauchten Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen.

Acht Abteilungen bilden das Fundament für den TSV Schrozberg. Nur die Abteilung für Freizeitsport ist derzeit verwaist. Für alle anderen Abteilungen stehen Abteilungsleiterinnen oder Abteilungsleiter zur Verfügung. Bei den Fußballern steht Günther Sausele ab sofort nicht mehr an vorderster Front. Spätestens ab Sommer diesen Jahres wird die größte Abteilung im TSV eine neue Führung bekommen. Alle Abteilungen sind organisatorisch und funktional in guten Händen. Die Berichte brachten eine geballte Ladung sportlicher Aktivitäten und herausragender Leistungen zutage. Angesichts der im Einsatz befindlichen Kinder, Jugendlichen und Aktiven muss einem um den Verein nicht bange sein. Der TSV Schrozberg hat ein Riesenpotenzial, das es zu nutzen und in allen Bevölkerungsschichten zu unterstützen gilt.

Günther Sausele

 

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