Jugendfußball

Jugendfußballleiter:
Rolf Müller
Schorrenweg 39
74575 Schrozberg
07935/478
Aktuelles

„Do pobatschenja“ nächstes Jahr in Chust
Schon seit geraumer Zeit pflegen die Fußballer aus Schrozberg und aus dem ukrainischen Chust freundschaftliche Beziehungen. Im Rahmen dieses Sportaustausches hielt sich vor Kurzem eine Gruppe junger ukrainischer Fußballer nebst Betreuern in Schrozberg auf.
„Was lange währt, wird endlich gut.“ Seit ihrem letzten Besuch in Schrozberg im Jahr 2001 waren mehrere Anläufe der Verantwortlichen des FC Chust, einen Aufenthalt in Hohenlohe zu organisieren, am undurchsichtigen Visa-Paragrafendschungel gescheitert. Jetzt hat es endlich geklappt. Eine 25-köpfige Delegation aus dem im Vierländereck Ukraine, Slowakei, Ungarn und Rumänien gelegenen 30 000 Einwohner-Städtchens kam nach strapaziöser Busfahrt wohlbehalten in Schrozberg an. Neben sportlichen und privaten Begegnungen boten die Hohenloher Gastgeber ihren Gästen ein vielfältiges und attraktives Rahmenprogramm. Die Vormittage standen jeweils im Zeichen sportlicher und fußballerischer Aktivitäten. „Die standen bereits um 7 Uhr auf dem Platz und haben Gymnastik gemacht“, zeigt sich der Schrozberger Jugendleiter Rolf Müller beeindruckt von der Motivation der jungen Ukrainer. Der Stellenwert des Sports ist in der Ukraine ungemein hoch. Eine Fußballkarriere kann in dem südosteuropäischen Land mit einem, gemessen an mitteleuropäischen Maßstäben, niedrigem Lebensstandard das Sprungbrett für einen sozialen Aufstieg sein. So erklärt sich Rolf Müller auch den Ehrgeiz und das professionelle Verhalten der jungen Sportler. „Kein Alkohol, kein Nikotin und eine absolute Disziplin, der Trainer führt ein uneingeschränktes Regiment. Es herrscht ein ausgesprochen barscher Umgangston. Wenn wir so mit unseren Jugendspielern umgehen würden, liefen uns in kürzester Zeit alle Spieler davon“, beschreibt der Hauptorganisator des Sportaustausches seine Eindrücke. An den Nachmittagen standen Ausflüge in die nähere Umgebung auf dem Programm. Hoch hinaus ging`s im Kletterpark Rothenburg. Die Treffsicherheit wurde beim Minigolf und beim Luftgewehrschießen in Niederstetten geschult. Das passende sportliche Outfit konnten sich die Gäste beim Shopping im Sportartikel-Großhandel Saller in Weikersheim zulegen. Der Höhepunkt des Besuchsprogramms dürfte jedoch der Ausflug nach München gewesen sein. Leider wurde das geplante Treffen mit dem ukrainischen Nationalspieler Anatolly Tymoschtschuck, einem absoluten Idol der jungen Gäste, abgesagt. Schade! Für die mitgereisten Erwachsenen standen zusätzlich noch die Besichtigung der Biogasanlage von Frank Bauer in Zell auf dem Programm. Auch die Stippvisite und die damit verbundene Verkostung der Produkte der Riedbacher Brauerei „Franken Bräu“ dürfte den Gästen in positiver Erinnerung bleiben. Die Abende waren der Geselligkeit vorbehalten. Eine bunt gemischte Gruppe aus Gastgebern und Gästen war dabei auch zu Gast bei der Spielbacherin Hildegard Ströbel, deren Hilfstransporte in die Regionen der ehemaligen Sowjetunion die Initialzündung für die Beziehungen der Sportvereine aus Chust und Schrozberg waren. Wie immer, so das Fazit von Rolf Müller, lief die Begegnung in voller Harmonie ab. Ein Schmankerl erhielten die Schrozberger Gastgeber zum Schluss. Die Einladung zum Gegenbesuch in Chust zur Zeit der Fußball-Europameisterschaft steht.
Zum Schluss möchten wir uns noch bedanken bei Frank Bauer u. Dieter Krauß für die Besichtigungen der Biogasanlage bzw. der Brauerei sowie bei der Schrozberger Molkerei für die großzügige Sachspende.
